08.03.2018

amazon go

Amazon hat im Januar 2018 sein Kassen-freies vollautomatisiertes Geschäft für den stationären Handel eröffnet.

Amazon Go ist ein 1.800 Quadratmeter großer Shop mit Sitz in der Zentrale von Amazon Seattle. Das Geschäft ist auf Sensoren und Kameras angewiesen, um zu erkennen, welche Artikel Einkäufer aus den Regalen genommen und was sie in Echtzeit zurückgelegt haben. Die Kunden verlassen das Geschäft dann einfach, wenn sie alle benötigten Artikel in ihrer Tasche haben, die automatisch über die mit ihrem Amazon-Konto verknüpfte Karte abgerechnet werden.

Um Zugriff auf das Geschäft zu erhalten, das zuvor nur Amazon-Mitarbeitern offen stand, müssen Käufer ihre Amazon Go-App herunterladen und scannen, um die Drehkreuze an der Vorderseite des Geschäfts zu durchlaufen.

Amazon plant mehr Geschäfte in den USA zu eröffnen. Es ist auch wahrscheinlich, dass die Läden irgendwann einmal in Großbritannien folgen.

Im vergangenen Jahr erwarb Amazon die gesunde Supermarktkette Whole Foods Market. Der Online-Händler hat jedoch klargestellt, dass er keine Pläne hat, die Technologie in seinen Whole Foods-Filialen zu implementieren.

“Die Einführung von Amazon Go, dem futuristischen Convenience-Store, sorgt für ein reibungsloses, komfortables und nahtloses Erlebnis für die Käufer und führt die einst nur online verfügbare Plattform offiziell weiter in die High-Street. Es ist ein interessantes Konzept, und viele haben argumentiert, dass Amazon den zunehmenden Verbrauchertrend, online einkaufen zu gehen, teilweise umkehren will “, sagte Hugh Fletcher, globaler Leiter der Beratung und Innovation bei Salmon.

“Das eigentliche Ziel ist es jedoch, das kundenorientierte Lernen aus der Online-Plattform zu nutzen, um den Einkauf zu verbessern. Der Online-Einkauf unterbrach zuerst das Einzelhandelsmodell, da die Kunden die Möglichkeit hatten, Waren bequem von zu Hause aus zu kaufen. Und Amazon Go könnte der nächste Schritt in diese Richtung sein. Ob es gut für den Einzelhandel ist, könnte den ohnehin schon nachlassenden Einfluss von stationären Läden aufrütteln und dazu führen, dass sie ihre Geschäfte neu erfinden, um dem Komfort des Kunden gerecht zu werden. Umgekehrt könnte dies für die großen Supermärkte, deren Anteile sich bereits im letzten Jahr durch den Kauf von Whole Foods durch Amazon verschlechtert hatten, weiteren Ärger bereiten.“

EN_Amazon opens its automated store of the future

In January Amazon has finally opened its checkout-free brick-and-mortar convenience

store to the public.

Amazon Go is an 1,800 square foot automated store based at Amazon Seattle headquarters. The store relies on sensors and cameras to detect what items shoppers have taken from the shelves, as well as what they have put back, in real-time. Customers then simply exit the store when they have all the items they need in their bag, at which they are automatically billed via  the card linked to their Amazon account.

To gain access to the store, which was previously only open to Amazon employees, shoppers must download and scan their Amazon Go app to pass through the turnstiles at the front of the store.

Amazon has plans to open more stores around the US. It is also likely to open stores in the UK at some point.

Last year, Amazon acquired healthy supermarket chain Whole Foods Market for approximately $13.7bn (£10.7bn at the time). The online retailer has, however, made it clear that it has no plans to implement the technology in its Whole Foods stores.

“The launch of Amazon Go, the futuristic convenience store, caters to shoppers’ craving for a friction-free, convenient and seamless experience, and officially takes the once online-only platform further into the highstreet.

It’s an interesting concept, and many have argued that Amazon is looking to partially reverse the increasing consumer trend to shop online,” said Hugh Fletcher, global head of consultancy and innovation at Salmon.

“However, the real aim is to use its customer-centric learnings from its online platform to improve physical shopping. Online shopping was first to disrupt the retail model as customers were given the option to purchase goods from the ease of their home. And Amazon Go may well be the next step in this experience. As to whether it’s good for retail, it might shake up the already declining influence of bricks-and-mortar stores and prompt them into rethinking ways to innovate their store to suit the convenience of the customer. Conversely, this could spell further trouble for the big supermarkets whose shares had already slipped following Amazon’s purchase of  Whole Foods last year.”

Quelle: VM MAG 7/2018


Ein Artikel von

Chantal Weber